Gott sieht alles - aber er verpetzt uns nicht

- dieser Satz wurde während des Gottesdienstes am 11. März vom Bezirksevangelisten Schlomsky erwähnt. Eigentlich hört sich der Satz wirklich gut an:
Da ist jemand, der sieht alles was ich mache. Egal ob es gute Dinge sind – die könnten ja gerne weitererzählt werden – oder Dinge die nicht in Ordnung sind; es wird nicht verraten.

Das Wort „Petzen“ bedeutete in der Schule meist, daß ein Schüler seinen Schulkollegen an den Lehrer verrät, indem er ausplaudert was der angestellt hat. Die Folge war natürlich, daß dieses Fehlverhalten für den angeschwärzten Schulkollegen Konsequenzen hatte – ganz davon abgesehen, was mit dem „Petzer“ passieren konnte.

Wenn Gott alles sieht, auch, was wir an unguten Dingen tun, und er es aber an niemanden ausplaudert, wären wir ja fein raus. Dem ist nicht so, sagte der Bezirksevangelist sehr klar. Jede unserer Handlungen, egal ob sie gut sind oder nicht, zieht in irgendeiner Art und Weise Konsequenzen nach sich.

Das eigentliche „Petzen“ oder „Ausplaudern“ findet bei uns in der Seele statt.
Wenn wir ehrlich mit uns sind, merken wir sehr wohl, wenn uns eine Sache so gar nicht gut gelungen ist. Innere Unruhe oder das berühmte schlechte Gewissen können die Folge sein und ein „anschwärzen“ durch unseren himmlischen Vater ist überhaupt nicht nötig. Der stille Mahner - der Heilige Geist -  in uns ist dann alles andere als still und zeigt uns auf, was schief gelaufen ist.

Und nun kommt das Großartige: Gott sieht alles – und er vergibt!
Jeden Sonntag und jeden Mittwoch dürfen wir die Sündenvergebung hinnehmen und haben die Chance auf einen Neubeginn – mit Gott, der uns über alles liebt und dafür sogar seinen Sohn opferte.