Musikgottesdienst am Karfreitag

Es war ein besonderer Gottesdienst zum Karfreitag, den Bischof Beckmann in unserer Gemeinde gehalten hat.

Der Gemeindechor hatte sich in den vorangegangen Chorproben intensiv darauf vorbereitet.

Als Bibelwort diente ein Wort aus Johannes 3, Vers 16:

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Zu Beginn des Gottesdienstes gab es eine Lesung aus Johannes 19, die Verse 16-30.

Die letzten Worte aus der von Carsten Streblow vorgetragenen Lesung lauten:
„Es ist vollbracht!“

Bischof Beckmann machte zu Beginn seiner Predigt deutlich, das der Karfreitag ohne Ostern sinnlos gewesen wäre.

Die Worte „Es ist vollbracht!“, so der Bischof, machen sehr deutlich, daß mit der Kreuzigung des Sohnes Gottes nun nicht alles vorbei sei. Jesus hat nicht gesagt „Es ist zu Ende!“ 
Mit dem Wort „vollbracht“ ist das Ende eines wichtigen Teils von Gottes Zusage an die Menschheit gekennzeichnet. Die nächste noch ausstehende Zusage Gottes ist die verheißene Wiederkunft Jesu.

Der Sohn Gottes wird in der heiligen Schrift als König bezeichnet. Einem König, so erläuterte Bischof Beckmann, wird viel Macht zugesprochen.

Jesus hätte die Möglichkeit gehabt sich seinem Kreuzestod zu entziehen - er hat es nicht getan.

Warum hat Jesus diese Chancen nicht genutzt?

Eine Antwort darauf gab der Bezirksälteste Reddig in seiner Co-Predigt:
Gott hat seine Zusage an alle Menschen - nämlich seinen eingeborenen Sohn zu opfern - verlässlich eingehalten. Jesus ist auferstanden, und somit erfüllte sich erneut verlässlich eine Zusage Gottes an die Menschheit.

Wir schreiben das Jahr 2019.
Die große Herausforderung an die Christen ist, zu glauben, was in der Bibel niedergeschrieben ist.
Wir müssen glauben, dass bei der Aussonderung der Hostien zur Sündenvergebung für uns Leib und Blut Christi zur Verfügung stehen.
Auch die verheißene Wiederkunft Christi ist heutzutage mehr denn je eine Sache des Glaubens.

Jesus ist auferstanden, und wir können mit ihm singen, auf ihn fallen, zu ihm schreien, mit ihm tanzen und letztendlich zu ihm heimkommen.

Diese Möglichkeiten wurden in dem wunderschönen Lied „Komm zu Jesu“ zur Vorbereitung auf das heilige Abendmahl beschrieben. Das Lied wurde von Marie (Gesang), Emma (Geige) und Carsten (Gitarre) sehr gefühlvoll vorgetragen.

Karfreitag ist nicht das Ende, sondern die Aussicht auf die verlässliche Erfüllung weiterer Verheißungen unseres himmlischen Vaters.