Die eigene Komfortzone verlassen ?!

Während des Gottesdienstes am 28. Juli fiel recht häufig der Begriff „Komfortzone“.
Was ist darunter eigentlich zu verstehen?
Auf der Internetseite www.zeitzuleben.dekann eine gute Erklärung dieses Begriffes nachgelesen werden:

„Wir alle haben unsere sogenannte Komfortzone. Also den Bereich, in dem wir uns sicher und wohl fühlen. Und wir verlassen diesen Bereich nur ungern.
Manchmal kommst du im Leben aber in Situationen, die dich vor eine Herausforderung stellen. Situationen wo du ich entscheiden musst: Bleibe ich in meiner Komfortzone, oder wage ich den Schritt heraus? Wage ich die Veränderung?

Im Gottesdienst wurde es recht deutlich, dass jemand, der den Schritt aus seiner eigenen persönlichen Komfortzone wagt, eine Veränderung herbeiführt.

Sinngemäß hörten wir von Priester Obernauer, dass wir als Gotteskinder Liebe und Barmherzigkeit üben - aber auch Brückenbauer sind.

In kleinen Schritten können wir unser Verhalten ändern, und damit unsere Komfortzone verlassen.
Indem wir Liebe und Barmherzigkeit üben und damit eine Brücke zu unserem Gegenüber bauen.

Wie wäre es bei dem Arbeitskollegen, der einen am frühen Morgen schon griesgrämig entgegenkommt oder dem Nachbarn, der uns mit seinem Verhalten nervt?
Vielleicht gibt es aber ja auch jemanden aus der Gemeinde, der einem einfach nicht liegt. Es wäre schon ein großer Schritt aus der eigenen Komfortzone dieser Schwester / dem Bruder die Hand zur Begrüßung zu reichen und ihr/ihm einen schönen Tag zu wünschen.

Hier passieren sogar zwei Veränderungen: Erstens an einem selbst, da man sich ein Herz gefasst hat auf jemanden zuzugehen.
Zweitens an dem, der diese Zuwendung erfährt und sich darüber freuen kann.

Wenn wir versuchen, in kleinen Schritten unsere Komfortzone zu erweitern werden wir bemerken, dass es nicht so einfach ist. Das kann schon wehtun und vielleicht unbequem werden. Sein wir auch nicht so streng mit uns, wenn es uns nicht gleich gelingen will. Verhaltensänderungen benötigen bekanntlich Zeit, und neue „Trampelpfade“ entstehen auch nicht von heute auf morgen.
In einem der letzten Gottesdienste hieß es: „Einfach machen!“ – auch wenn der erste Schritt dazu vielleicht nicht so leichtfällt.

Der gerade für die Gemeinde Eimsbüttel eingesetzte Priester Obernauer sagte: „Gottes Kind zu sein – was bedeutet das für mich? Wenn Gott die Liebe ist – was wir ja glauben – dann möchte ich mit dieser Liebe in die Welt laufen.“