Lichtverschmutzung? - Nicht bei Gott!

Der erste Advent in diesem Jahr startete morgens mit dichtem Nebel. Wer mit dem Auto zum Gottesdienst fuhr war bestimmt erleichtert, dass alle Autos mit entsprechender Beleuchtung auf der Straße unterwegs waren.
Es bedarf nicht allzu großer Phantasie was passieren kann, wenn bei nebligem Wetter nicht die nötigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden würden.

Das Thema „Licht“ zog sich durch den gesamten Gottesdienst zum 1. Advent.
Dabei wurde auch das Phänomen „Lichtverschmutzung“ bzw. „Lichtsmog“ genannt.

Wenn man sich einmal mit diesem Thema auseinandersetzt erfährt man unter anderem, dass diese Art der Verschmutzung folgenreiche Auswirkungen auf die Tierwelt aber auch auf die Menschen hat.

Nun kann man natürlich sagen, dass es doch gut ist, wenn keine Dunkelheit herrscht. Dunkelheit macht Angst, verunsichert und ist nicht jedem angenehm.

Vom Thema „Licht“ kommt man auch relativ schnell zum Thema „Lichttemperatur“.
Beim Kauf von Leuchtmitteln jeglicher Art kann die Wahl zwischen warmem und kaltem Licht getroffen werden. Es ist auch davon abhängig, wo ein Leuchtmittel eingesetzt werden soll. Wenn der Arbeitsplatz zu dunkel ist, macht die Arbeit auch kaum Spaß.

Wir sind heute einer Unmenge von Einflüssen ausgesetzt, die man als Lichter mit unterschiedlicher Lichttemperatur vergleichen kann. Einiges davon erscheint grell und blendet uns.
Andere Einflüsse wirken so diffus und irritierend, so dass eine gewünschte Orientierung ausbleibt.

Jedes dieser Lichter hat nur eine begrenzte Haltbarkeit. Einflüsse kommen und gehen wieder – eine Beständigkeit ist hier in den wenigsten Fällen festzustellen.

Nun hören wir -  besonders in der Adventzeit -  von einem Licht, welches von Gott ausgeht.
Es ist ein Licht, das Orientierung gibt, Halt, Werte, Trost und Wärme vermittelt.
Gott führt uns nicht mit unterschiedlichen „Lichtstärken“ durch unser Leben, sondern mit einem wärmenden und achtsamen Licht.

Die Herausforderung ist, dieses Licht unter all den anderen Lichtern zu finden, um sich daran orientieren zu können.
Das gelingt nicht immer. Gott hat uns im Blick und sein warmes Licht überdauert die Haltbarkeit anderer Lichter – garantiert.