Besondere Zeiten benötigen kreative Ideen

Bei Gott wohnt die Freude und von ihm kommt sie herab und ergreift Geist, Seele und Leib,
und wo diese Freude einen Menschen gefaßt hat,
dort greift sie um sich, dort reißt sie mit, dort sprengt
sie verschlossene Türen.

Quelle: Dietrich Bonhoeffer;
Konspiration und Haft 1940-1945, DBW Band 16, Seite 373

Unsere Gemeinde Alstertal hat schon mehrere Andachten gestaltet und erlebt. Das Besondere bestand dieses Mal darin, dass sie mittels Video - bzw. Telefonschaltung erlebt werden konnte. Damit gab es aber die Möglichkeit, sich nach langer Zeit wieder einmal von Angesicht zu Angesicht sehen zu können - denn im Gebäude selbst dürfen ja in diesen Corona-Zeiten nur wenige Menschen zugleich sein.

Einige Gemeindemitglieder trafen sich Abende vorher, um die technischen Voraussetzungen herzustellen und um vor allen Dingen ein Thema zu benennen. Das Thema „Freude“ war dann schnell gefunden; die technischen Fragen zu klären nahm dagegen mehr Zeit in Anspruch – aber es hat schließlich funktioniert.

„Freude ist der Gemütszustand oder das erste Gefühl, welches als Reaktion auf eine angenehme Situation oder die Erinnerung an eine solche entsteht.“

Diese ziemlich trockene Erklärung aus „Wikipedia“ beschreibt nicht im Ansatz das Gefühl, das die zugeschalteten Gemeindemitglieder und die Anwesenden in der Kirche erlebten. Es war eine große Freude, sich nach langer Zeit wieder zu sehen. Strahlende Gesichter und ein fröhliches Winken waren der Beweis.

Der Begriff „Freude“, so erläuterte es unser Vorsteher, kann in der heiligen Schrift ca. 300-mal gefunden werden. In erster Linie wird die Freude am Herrn als eine große Kraftquelle beschrieben.
Freude belebt und lässt uns Menschen lächeln oder sogar aus vollem Herzen lachen.

Die musikalischen Beiträge während der kurzen Andacht, spiegelten das Thema Freude wider. Am Klavier erklangen die Lieder „Jesu erfülle mein Herze mit Freuden“, „Meine Hoffnung und meine Freude“ und „Lasst die Herzen immer fröhlich“.

Es gab auch eine verkürzte Version des Märchens „Vom König, der sein Lachen verlor“.
Sein verlorenes Lachen konnte der König wieder entdecken, weil Kinder mit ihrem Singen und Pfeifen und mit ihrem Lächeln in der Lage waren, sein trauriges Herz zu erreichen.
Wunderbar ergänzend dazu wurden während der Andacht fröhliche Bilder von Kindern aus unserer Gemeinde gezeigt, was auch viel Freude auslöste.

Zum Abschluss dieses besonderen Zusammenseins konnte nach langer Zeit miteinander das „Unser Vater“ gebetet werden – in unserer Kirche und an den Bildschirmen zu Hause.

Eine Rückmeldung nach der Andacht lautet: „Gehilfen zur Freude…, wie schön, daß es euch gibt“.
Diese Aussage trifft auf jeden Helfer in unserer Gemeinde zu. Unabhängig davon, ob die Hilfe sichtbar ist, oder ganz unauffällig im Stillen abläuft. Das Ergebnis ist die Freude und Dankbarkeit, die damit ausgelöst wird.