Unverrückbar: Wir sind willkommen bei Gott !

„Lieber Gott, wir leben in verrückten Zeiten…“

Dieser Gedanke wurde von Apostel Uli Falk im Eingangsgebet beim Video-Gottesdienst am 10.5.2020 geäußert. Wenn der Begriff „verrückt“ in einem Gespräch fällt, wird dieser ganz schnell mit psychischen Problemen in Verbindung gebracht - per Definition ist das auch korrekt.

In einem Gottesdienst, den Bez. Älteste i.R. Fritz Göller in unserer Gemeinde hielt, lenkte er den Blick auf eine andere Bedeutung dieses Begriffes:
Zitat aus dem Gottesdienst vom 9.11.2017
„Wenn man sich das Wort „ver-rückt“ einmal genauer betrachtet, dann liest man, dass etwas
 ver-rückt wird, also in eine andere Position gebracht wird.
Wird eine Position verändert, ändert sich meist auch die Sichtweise auf Dinge.“

(Zitat Ende)

Und diese Zeiten sind „ver-rückt“, genau wie es der Apostel im Gebet erwähnte. Unsere persönliche Sicht auf Dinge, die bisher so selbstverständlich waren, wurde verändert.
Wer verspürt nicht gerade die negativen Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen. Auch hier entsteht bei vielen Menschen ein anderer Blickwinkel. Es wird festgestellt, daß trotz aller Möglichkeiten einer Kontaktaufnahme über die sozialen Medien wie Facebook und Co, für viele die persönlichen Begegnungen dennoch fehlen.

Wer hätte es sich zu Beginn des Jahres vorstellen können, Gottesdienste nicht in der Gemeinde, sondern vor dem eigenen Computer, Handy oder Telefon auf dem heimischen Sofa zu erleben?
Apostel Falk machte in seinem Dienen sehr deutlich, dass ein Teilsatz des Bibelwortes eine - nicht nur im Geistigen –  zukunftsorientierte Aussage besitzt:
„… siehe, Altes ist vergangen, Neues ist geworden.“ 

Um „Neues“ entstehen zu lassen, müssen dafür die Voraussetzungen vorhanden sein.

Wir leben nun in einer digitalisierten Welt, die uns die Möglichkeit bietet, Video-Gottesdienste zu erleben. Es werden Andachten und Musikbeiträge erstellt, die dank moderner Technik anderen zur Verfügung gestellt werden können. WhatsApp Gruppen werden gebildet und andere soziale Medien werden genutzt, um in Kontakt zu bleiben - danke Gott, dass es diese Dinge gibt.
Die Voraussetzungen, sich auch in diesen besonderen Zeiten den Glauben stärken zu lassen und Gemeinschaft zu erleben, sind gegeben. Diese Art des Gottesdienstes vermag auch Herzen zu erreichen, wo es sonst nicht möglich war.

Egal in welcher Stimmung und Situation wir uns im Augenblick befinden:
Die Einladung Gottes an uns, dass wir kommen können wie wir sind, wird sich nicht ändern.
Bei jeder Begegnung mit Gott, gleich wo und wie diese stattfinden mag, sind wir ihm willkommen.
Und dass fühlt sich einfach nur gut an.