Ernsthaft Beten

Das Thema „Beten“ war Mittelpunkt der Andacht am 3.6.2020 in unserer Gemeinde und die Grundlage dafür ist in Jakobus 5, 16b zu finden.

„Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist…“

Welche Auswirkungen hat ein ernstliches Gebet?

Diese Frage wurde zu Beginn der Andacht gestellt und die Bibel liefert dazu gleich mehrere Antworten.
Zum Beispiel ist im 12. Kapitel der Apostelgeschichte die Auswirkung zu finden, wenn inbrünstig für etwas gebetet wird. Hier wird beschrieben, wie Petrus durch den König Herodes verhaftet wurde und unter starker Bewachung stand. Eine junge Gemeinde, die im Leben und Glauben bedrängt wird, versammelt sich dann und betet inbrünstig für Petrus zum lieben Gott.
Das Ergebnis ist bekannt: Petrus wird durch einen Engel in die Freiheit geführt, obwohl er unter einer extremen Bewachung festgehalten wurde.

Soviel zur Geschichte.

Die Frage, die sich gestellt werden kann, ist, wie bete ich heute im Jahre 2020?

In der heiligen Schrift ist vom „ernsthaften und inbrünstigem“ Beten die Rede. Inbrünstiges Beten beinhaltet Leidenschaft und ein inneres Feuer bei der Anrufung Gottes. Diese Frage kann sich nur jeder selbst beantworten. Aber, so erläuterte es Frank Kaule, es lohnt sich darüber einmal nachzudenken.

Gibt es eine Anleitung zum „richtigen Beten“?
Wer diese Frage in eine Suchmaschine im Internet eingibt, findet darauf Antworten.
Folgende Anregungen können dabei helfen, mit Leidenschaft und Feuer zu Gott zu beten:

Finde den richtigen Ort:
Man kann überall beten, aber an einem ruhigen Ort fällt es leichter, sich auf ein Gespräch mit Gott einzulassen, und innerlich still zu werden.
Nimm Dir Zeit:
Ein wertvolles und gutes Gebet dauert manchmal so lange wie man benötigt um „Danke“ oder „Bitte“ zu sagen.
Um eine tatsächliche Fokussierung auf Gott zu erreichen, hilft es sehr, sich Zeit dafür zu nehmen.
Gott ist Dein Freund:
ER kennt uns, und ER ist uns näher als ein anderer Mensch es je sein könnte.
Bete frei von der Leber weg:
Wer im Gebet frei formuliert, vermeidet dabei Floskeln.
Beten ist auch nicht immer einfach:
Benediktinerpater Anselm Grün sagt: „Beten ist auch ein Ringen mit Gott.
Daher gilt: Klagen, Schimpfen und Weinen sind ausdrücklich erlaubt!

AMEN:
So kurz kann ein Gebet auch sein. Im Hebräischen bedeutet Amen auch „sich festmachen, sich verankern in Gott“.
Wer ein aufrichtiges „AMEN“ sagen kann, bezeugt damit seinen Vorsatz an Gott festzuhalten und vertraut IHM dieses Gebet an.

„Gott, wie weit bist du von mir entfernt?“. Diese Frage ist vielleicht nicht unbekannt. Die Antwort darauf könnte lauten: „Mein liebes Kind, ich bin nur ein Gebet weit von dir weg.“

Mit den Impulsen aus dieser Andacht gelingt es vielleicht, die Nähe zu Gott noch mehr zu festigen.