Helfen verbindet

Es gibt in Hamburg eine soziale Einrichtung mit dem Namen „Helfen verbindet e.V“, dessen Ziel es ist, gemeinsam für ein besseres Leben zu wirken.
Man kann das Ziel dieser Einrichtung mit dem vorgelesenen Bibelwort aus dem 2. Korinther 1,24 vom Sonntag den 21.6.2020 gut in Verbindung bringen.

„Damit will ich nicht sagen, dass wir über euch und euren Glauben herrschen wollten. – Nein! Unser Auftrag ist es zu helfen, dass ihr euch freuen könnt. Im Glauben steht ihr ja bereits fest.
Aus: Bibelübersetzung „Hoffnung für Alle“.

Das Ziel und der Auftrag der damaligen Apostel und auch der Amtsträger im Jahr 2020 ist es, dass sie Gehilfen zu unserer Freude sein mögen. Diese Aufgabe beschränkt sich aber nicht nur auf die Amtsträger. Wie die Mitarbeiter in der erwähnten sozialen Einrichtung, so können die Mitglieder einer christlichen Gemeinschaft - wie die Unsrige - gemeinsam für ein freudiges Glaubensleben wirken.

Dem anderen nicht im Glaubensweg stehen
Wir alle können Helfer oder Wegweiser im Glauben sein. Ein Wegweiser am Straßenrand hat die Eigenschaft nur den Weg zu weisen, und nicht als Hindernis im Wege zu stehen.
Unser Vorsteher machte klar, dass genau das die Herausforderung sein kann – meinem Nächsten im Glauben nicht im Wege zu stehen und ihn dadurch im Glauben zu behindern.

Bevor wir eine „Hilfsaktion“ für unser Gegenüber starten, so der Rat vom Altar, sollte man sich einen Moment der Überlegung mit folgender Fragestellung gönnen:
„Dient das, was ich gerade vorhabe, meinem Bruder, meiner Schwester dazu, mehr Freude zu empfinden? Helfen meine Äußerungen meinem Gegenüber, ihn im Glauben zu unterstützen?“

Ich nehme dich wahr!
Wie wichtig die Mimik im Gesicht während eines Gesprächs ist, wird beim Tragen einer Maske deutlich.
Priester Melbye nahm in seinem Mitdienen auf diese Situation Bezug und sagte, dass unter einer getragenen Maske ein Lächeln sehr schwer zu erkennen ist.
Um meinem Gegenüber zu zeigen, dass ich ihn wirklich wahrnehme, sollte z.B. mein Lächeln auch meine Augen erreichen. Nicht umsonst heißt es, dass die Augen der Spiegel oder das Fenster der Seele sind. Mit einem bewussten Lächeln, das die Augen erreicht, signalisiere ich meinem Gegenüber: Ich habe dich nicht nur gesehen, sondern wahrgenommen. Somit kann auch dieses schon eine Hilfe zur Freude sein.

Wie immer sind es die angeblich „kleinen Dinge“ die dem anderen helfen, gut und mit einer gewissen Freude durch diese besonderen Zeiten zu kommen.

Übrigens:
Wenn wir jemanden mit ehrlichem Herzen ein Lächeln schenken, erfreuen wir nicht nur unser Gegenüber, sondern unser Gehirn setzt dieses Lächeln auch in positive Gefühle für uns selber um.
Es ist also auch hier ein Geben und Nehmen – wie fast überall im Leben.