Keinen Mangel bei Gott an ...

... Glaube & Liebe & Hoffnung.

Wir brauchen nur zugreifen.

Das Bibelwort für den Sonntagsgottesdienst am 28.6.2020 ist im Philipper 4,19 zu finden:
„Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“ (Lutherbibel 2017)

Es wird uns wohl noch einige Zeit begleiten, dass Glaubensgeschwister in der Kirche, aber auch zu Hause am Telefon oder Computer den Gottesdienst am Sonntag erleben. Das muss zwangsläufig aber nicht nur von Nachteil sein. Mit Hilfe der technischen Möglichkeiten besteht die Chance, auch interessierte Zuhörer zu erreichen die - außer durch die Corona-Krise – mit unterschiedlichen Umständen daran gehindert sind, einen Gottesdienst vor Ort zu erleben.

Wir haben es in der Hand
Einen Mangel spürt man dann, so erläuterte es Priester Melbye, wenn etwas Gewohntes nicht mehr zur Verfügung steht. Es kann der defekte Wasserhahn sein, der uns daran hindert, ein kühles Glas Wasser zu genießen. Dann wird das als Mangel empfunden.
Es geht bei einem Mangel aber nicht nur um das Fehlen von materiellen Dingen.
Weit gravierender kann das Fehlen an Wertschätzung und Wahrnehmung untereinander sein.
Sehr viele Menschen beklagen gerade heute den Verlust an sozialen Kontakten und körperlicher Nähe, wie z.B. die Umarmung bei der Begrüßung. Das führt zu Mangelerscheinungen an der Seele.
Bei den genannten Mängeln können wir zum Teil selbst einen Ausgleich schaffen.

„Aus seinem großen Reichtum wird euch Gott, dem ich gehöre, durch Jesus Christus alles geben, was ihr zum LEBEN braucht“ Bibelübersetzung: Hoffnung für Alle

In allen Facetten des Lebens werden die bekannten Dinge wie Glaube, Liebe und Hoffnung in unterschiedlicher Ausprägung benötigt. Wo hier ein Mangel entstanden ist, vermag Gott aus seinem Reichtum heraus, diese Lücken wieder zu füllen.
In Hinblick auf den kommenden Entschlafenen-Gottesdienst am 5.7.2020 blieb Priester Melbye in seiner Vorbereitung gedanklich bei dem Begriff „Leben“ stehen.
Auch wenn der Begriff „Tod“ ebenfalls eng damit verbunden ist, ist der Glaube an ein Leben danach die besondere Botschaft an gläubige Christen. Der Mangel, der durch den Verlust eines Angehörigen entsteht, könnte durch die gute Nachricht des Wiedersehens Trost bewirken.

Aus wenigem kann vieles entstehen
Legosteine – dieser Begriff beflügelte vielleicht die Fantasie einiger Zuhörer. Wer damit früher, oder auch heute noch spielt, weiß, dass mit wenigen Steinen schöne Dinge gebaut werden können.
Unser Körper, so berichtet es Priester Melbye, besteht aus dreiundzwanzig verschiedenen Bausteinen. Das ist nicht viel, aber wenn wir uns unseren Körper einmal anschauen, welchen Gott damit erschaffen hat, kann man nur staunen.
Ist es denn nicht auch möglich, dass ER ein Leben nach dem Tod schaffen kann? Hier ist der Glaube eines jeden Einzelnen gefordert – und nicht nur das. Die Frage, die sich stellt, ist: Will ich das glauben?
Sollte der Glaube daran derzeit klein wie ein Samenkorn sein: Gott kann diesen Samen zum Blühen bringen. Lassen wir uns ruhig und vertrauensvoll darauf ein!

Musik für die Gemeinde
Aus bekannten Gründen darf in der Gemeinde nicht gesungen werden. Von daher werden neue Wege gesucht – und auch gefunden, musikalische Beiträge zu ermöglichen.
Wie schon in der Andacht am 17.6.20 wurde ein Lied am Klavier gespielt, und der dazugehörige Text gesprochen. Dieses Mal sprach eine Schwester zu den Klavierklängen den Text eines Liedes aus dem Kinderliederbuch der NAK: „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“.
Eine besondere Überraschung hatte die Jugend aus unserer Gemeinde vorbereitet. 
Während des Heiligen Abendmahls wurde das Lied „Mit Dir“ eingespielt. Dieses Lied, komponiert und geschrieben von der Jugend selbst, erlebte seine Uraufführung während des Norddeutschen Jugendtages 2012 in der O2-Arena in Hamburg. Es geht darin um Jesus, der als Freund immer mit uns ist. Die Jugendlichen haben es nun in neuer Überarbeitung gesungen und die Zuhörer in der Kirche konnten es während der Feier des Heiligen Abendmahles hören - während die Geschwister zu Hause am Computer zum Lied auch ein neu erstelltes Video zu sehen bekamen.

Eines zeigt die Corona-Pandemie ganz deutlich:
Viele Dinge sind in unserer Gemeinde möglich und vorhanden, die vorher nicht bemerkt wurden.
Nutzen wir die Chance mit gegenseitiger Wertschätzung und dem Respekt vor anderer Meinung auch neue Wege zu gehen, um Gehilfen zur Freude sein zu können.