Gottes Visitenkarte

In jedem Alstertaler Gemeindebrief gibt es eine Rubrik mit dem Titel: „Bibelworte -  2020“

Wer einen interessierten Blick auf das „Thema“ des nächsten Gottesdienstes werfen wollte, hat für Sonntag den 12.7.2020 das Bibelwort schon einmal lesen können. Es steht in 2. Mose 20, 7:
„ Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ Übersetzung Lutherbibel 2017

Welchen Namen hat Gott?
Priester J. Gimmerthal erläuterte, dass Moses während seines Erlebnisses mit dem brennenden Dornbusch, den Namen Gottes erfahren hat. Im 2.Mose 3. 13 ,14 kann man es nachlesen:
Mose entgegnete: „Wenn ich zu den Israeliten komme und ihnen sage, dass der Gott ihrer Vorfahren mich zu ihnen gesandt hat, werden sie mich nach seinem Namen fragen. Was sage ich dann?“  Gott antwortete: „Ich bin, der ich bin! Darum sag den Israeliten:> Ich bin< hat mich zu euch gesandt. (aus der Bibel-Übersetzung: Hoffnung für Alle)

Wer oder Was ist Gott für einen gläubigen Christen?
Wer für sich eine Visitenkarte gestalten möchte weiß, dass der Raum gering ist, um Namen und andere Informationen unterzubringen.
Eine Visitenkarte von Gott würde nicht ausreichen, um alle SEINE Namen aufzuschreiben, die ihm gläubige Christen geben.
ER ist ein Gott der Liebe und Barmherzigkeit, des Friedens und der Freude, aber auch der Güte, der Freundschaft und vieles mehr.

Keine Wohlfühlwörter
Priester S. Gimmerthal sagte beim Mitdienen sinngemäß, dass das verwendete Bibelwort für diesen Sonntagsgottesdienst wenig „Wohlfühlwörter“ besitzt.
Die Begriffe „Missbrauch“ und „Strafe“ lösen beim Lesen und beim darüber Nachdenken recht zwiespältige Gefühle hervor.
Der Rat an alle Zuhörer vor Ort oder vor dem heimischen Computer lautete, dass der Name Gottes geheiligt bzw. geehrt werden soll.

Man braucht nur einen Blick in die allgemeine Kirchengeschichte zu werfen, und es wird sehr schnell deutlich, auf welche Art und Weise der Name Gottes entehrt (missbraucht) wurde und auch heute noch wird. Manchmal besteht der Antrieb, Gutes zu tun im Streben nach Macht, Ehre und Anerkennung.
Dinge, die aus Liebe geschehen sollten, können manchmal ein ganz anderes Ergebnis haben, als ursprünglich beabsichtigt.

„Gott“ – „Himmlischer Vater“ – „Abba“ oder „Papa“ sei Dank!
Da wir unvollkommene Menschen sind, wird es sich auch bei allen guten Vorsätzen nicht vermeiden lassen, dass wir den Namen Gottes ungewollt entehren (missbrauchen).
Es ist gleichgültig, welchen Namen wir Gott geben, denn ER vergibt uns dieses ungewollte Entehren seines Namens und viele andere Dinge mehr.
ER straft nicht – ER liebt!