Bau der neue Kirche in Alstertal: Grundsteinlegung

Ein Haus baut man nicht, um ein Haus zu bauen.
Sondern, um einem Inhalt eine Hülle zu geben.
Der "Kernpunkt" ist das Wort Gottes.
Hörbar und sichtbar durch einen Menschen, der auf der Erde steht und das Wort im Auftrag spricht.
Allseitige unbegrenzte Ausbreitung. "Wer da will, der komme und nehme das Wasser des Lebens umsonst".

Inge Follert, Architektin

Am Freitag, dem 14. Mai 2004, um 16.00 Uhr, war es soweit. Bischof Rüdiger Krause von der Neuapostolischen Kirche Hamburg begann die Feierstunde mit Gebet.
Die Unterkonstruktion für die künftigen Streifenfundamente wurde gerade frisch geschüttet. Der Chor der Gemeinde sang zu Beginn das Lied "Eins bitte ich vom Herrn ..." (CM 378).

In seiner Ansprache erwähnte der Bischof vertretend für alle anderen den anwesenden Diakon i.R. Gerhard Bardtke aus der Gemeinde Hamburg-Wellingsbüttel, der bereits in den 50-er Jahren beim ersten Kirchenbau in Sasel dabei war. Damals wurden Steine aus Hamburg-Borgfelde von der Roggenbrod'schen Kapelle für den Kirchenbau in Sasel verwendet.

Der Bischof zog als Vergleich den Tempelbau Davids heran. Salomo vollendete den Tempelbau. Ihm waren damals die Gaben wichtig, die das Volk herbeibrachte, um den Tempelbau fortführen und vollenden zu können. "...Und wer ist nun willig, heute seine Hand mit einer Gabe für den Herrn zu füllen?" (1. Chronik 29,5) Für einen Kirchenneubau in heutiger Zeit sind in erster Linie auch die Opfergaben der Gemeinde notwendig.

Nachdem der Chor gesungen hat "Ich liebe, Herr, dein Reich ..." (CM 229), wurde die Architektin, Schwester Inge Follert, gebeten, ein paar Worte an die Versammelten zu richten. Sie verglich den geplanten Kirchenbau mit den versammelten Menschen zur Grundsteinlegung. Nichts anderes soll hier auch künftig passieren: Das Wort als Ausgangspunkt und die Gemeinde hört zu. Ein Haus soll hier entstehen, rund um das Wort, wo alle zuhören und sich wohlfühlen können. Sie verwies auf einen rot markierten Flock, der an der Stelle in den Erdboden gesetzt wurde, an dem künftig der Altar stehen wird.

Dann wurde der neue Leiter der drei Bauabteilungen in Norddeutschland (Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern), Priester Volker Bahr aus Nordrhein-Westfalen, vorgestellt. "Was ist das Wichtigste im Tempel? Das ist neben dem Wort Gottes die Gemeinde, die sich dort versammelt, das seid ihr!" Bischof Krause ergänzte: "Die Gegenwart Gottes soll erlebbar sein. Dazu ein volles Haus ist schön."

Wichtig ist der Gemeinde auch eine gute Nachbarschaft. Die Kirche ist ein offenes Haus und dies gilt insbesondere auch für die Nachbarn.

Der damalige Vorsteher der Gemeinde, Evangelist Schatte, wies noch darauf hin, dass bereits im Jahre 1949 Apostel Weinmann und Bischof Ziegler das Grundstück gekauft hatten. Die Frage stellte sich damals: Was sollen wir da mit einem Grundstück? Aus heutiger Sicht können wir sagen: Es hat eine schöne Entwicklung stattgefunden. Dann hat Bischof Krause den Anwesenden gezeigt, was in die Kupferschatulle für die Grundsteinlegung eingelegt werden soll: Die Bauzeichnungen einschl. Grundriss und Außenansichten, eine Grafik und eine Zeitschrift "Unsere Familie" vom 5. Mai 2004. Dann wurde diese Kupferschatulle vom Klempner verschlossen und verlötet. Der Bischof schritt zur eigentlichen Grundsteinlegung, die Kupferhülse wurde in etwa in der Höhe in das Fundament eingelegt, wo künftig der Übergang von der Garderobe in das Kirchenschiff sein wird. Nach abschließendem Chorgesang und gemeinsamem Gebet konnten sich die Geschwister der künftigen Gemeinde Hamburg-Alstertal und die z. T. anwesenden Vertreter der beteiligten Baufirmen austauschen. Die Geschwister hatten ein üppiges Büffet mit belegten Broten und Brötchen, Kaffee, Kuchen und Getränken zusammengetragen.