"Vom Glück,dankbar zu sein."

"Nicht die Glücklichen sind dankbar - es sind die Dankbaren, die glücklich sind."

Sir Francis Bacon

Dieses Zitat ist nachzulesen in einem Buch über die Themen "Glück und Danbarkeit".

Robert A. Emmons ist Professor für Psychologie an der University of California, Davis.
Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist die Erforschung der Dankbarkeit und die Frage,in welcher Beziehung sie zu Glück, Gesundheit und der eigenen Persönlichkeitsbildung steht.

2008 erschien sein Buch "Vom Glück,dankbar zu sein - Eine Anleitung für den Alltag"

Sehr viele gute Gedanken sind in diesem Buch zu finden, und es sei hier erlaubt, einige Sätze daraus zu zitieren:

Auf Seite 37 ist zu lesen:

"Von den alten Schriften bis hin zu den Autoren der modernen Meditations - und religiösen Literatur - sie alle empfehlen die Besinnung auf einzelne Glücksmomente, das Zählen der Segnungen, als Verbesserung der Lebensqualität".

Der Erntedanktag ist die Gelegenheit wieder daran erinnert zu werden, das es nicht nur die großen und auffälligen Dinge sind, die Dankbarkeit herzvorrufen.

"Zähl die Gnadengaben, denke täglich dran - und vergiss im Kummer nicht, was Gott getan". So heißt eine Zeile in einem christlichen Lied mit dem Titel: "Wenn du in des Lebens Stürmen". Der Text stammt von Reverend J.Oatman (1856-1922). Schon in damaliger Zeit war man sich bewusst, das Dankbarkeit positvie Auswirkungen hat.

Andere Gedanken des Buchautors gelten dem wichtigen Thema "Dankbarkeit in schweren Zeiten".

Im heutigen Gottesdienst,der vom Bez. Evangelisten und Vorsteher C. Schlomsky gehalten wurde, wurden Hiob und der Apostel Paulus erwähnt.
Diese Männer erlebten in ihrem Leben Extremsituationen, wo die Dankbarkeit eigentlich kaum vorhanden gewesen sein durfte.

Professor Emmons schreibt dazu in seinem Buch auf Seite 183 :

"Niemand fühlt sich dankbar, wenn er seinen Arbeitsplatz verliert oder eine verheerende Diagnose erhält. Es wäre absurd und würde die Betroffenen beleidigen, wenn man ihnen nahelegte, sich trotz der Dinge , die ihnen zugestoßen sind, dankbar zu fühlen.
Glauben Sie, dass Hiob, der Apostel Paulus oder Dietrich Bonhoeffer sich dankbar fühlten? Aber Dankbarkeit ist nicht nur ein Gefühl. Es ist auch eine Einstellung, eine gewählte Lebenseinstellung, die besagt: "Ich werde unter allen Umständen dankbar sein."

Genausowenig wie Freude befohlen werden kann, lässt es sich nicht befehlen die genannte Lebenseinstellung bzw. Perspektive einzunehmen. Das ist ein Entwicklungsprozess ,der durchgemacht wird.

"Wer dankbar durchs Leben geht, die schönen Momente des Alltags würdigt und seinen Mitmenschen Anerkennung zollt, ist einfach glücklicher!"
So lautet eine der Schlußsätze von Professor Emmons, die auf der hinteren Seite des Bucheinbandes stehen.

Das sind nicht nur Dinge die wir im Gottesdienst hören, sondern wissenschaftliche Ergebnisse aus der Dankbarkeitsforschung von Professor A. Emmons.
 

Das ist doch spannend, oder ?