Chronik: Die Wurzeln

Die Neuapostolische Kirche hat ihren Ursprung in Hamburg. Die erste Gemeinde entstand im Stadtteil Borgfelde im Jahr 1863 aus dem tief empfundenen Bedürfnis heraus, Gottes Liebe, Gottes Wort und Gottes Geist in der gleichen Intensität zu erleben, wie die Bibel es von den ersten christlichen Gemeinden berichtet.
Die geistliche Führung übernahmen Apostel, wie zur Zeit der ersten Christen. Die Amtsbezeichnungen der weiteren Seelsorger stammen ebenfalls dieser Zeit. Die meisten Seelsorger waren und sind auch heute noch ehrenamtlich tätig.

Die Glaubensgrundsätze und die Art und Weise, wie der Glaube im Leben umgesetzt wurde, fand Anklang bei vielen Christen, denen es wichtig war, sich auf die ursprüngliche christliche Botschaft zu besinnen und ihr Leben daran zu orientieren. Die Gottesdienste waren durch verständliche Predigten und den Verzicht auf viele Äußerlichkeiten gekennzeichnet. Im Vordergrund stand die Ausrichtung an der biblischen Lehre, geschwisterliche Gemeinschaft, die bewusste Feier der Sakramente und die Erwartung, dass Jesus Christus erneut erscheinen wird nach dem Zeugnis der Bibel: "So wird auch Christus ... zum zweiten Male ... denen zum Heil erscheinen, die ihn erwarten" (Hebr. 9,28).

Die neuapostolische Glaubensüberzeugung wurde schnell in alle Welt verbreitet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Gemeinden nicht nur in Deutschland und den meisten europäischen Staaten, sondern auch Nordamerika und Australien. Seit 1907 führte die Kirche den Namen „Neuapostolische Gemeinde".
Die weltweit entstandenen Apostelbezirke wurden seit 1895 durch Friedrich Krebs geeint und geführt. Er war der erste Stammapostel. Dies ist der höchste Repräsentant der Kirche.
Mehr und mehr Gemeinden wurden auch in Hamburg und Umgebung gegründet. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstanden im Hamburger Stadtgebiet viele neue Gemeinden, eine davon war Wellingsbüttel.