Am Tag zuvor war der Altar liebevoll geschmückt worden und so hatte das Fest auch sichtbar einen passenden Rahmen.
Auch für unsere Unterstützung des „Alstertaler Gabentisch“ mit Lebensmitteln und anderen Gaben hatte es zuvor einen Aufruf zum Erntedank gegeben – und das Ergebnis war, dass sich im Foyer der Kirche wirklich viele Kartons für Bedürftige aneinanderreihten. Unsere Geschwister Borchert kümmern sich nun schon seit 6 Jahren darum, dass diese Spenden dann auch in deren Hände gelangen können.
Der Gottesdienst begann mit einem Lied, das nicht im Gesangbuch zu finden ist: „Danke für diesen guten Morgen“. Mit schwungvoller Orgelbegleitung sang die Gemeinde dieses bekannte Lied, das von dem Kirchenmusiker und evangelischen Pfarrer Martin Gotthard Schneider komponiert und getextet wurde, voller Freude mit.
Das Besondere an diesem Gottesdienst war die aktive Einbindung der Gemeinde. Wie schon beim letzten Kindergottesdienst konnten Gedanken zum Thema Dankbarkeit während des Gottesdienstes an eine Pinnwand geheftet werden. Nach und nach entstand so eine vielfältige Sammlung vieler persönlicher Dankesworte – fast wie in einem Dankbarkeitstagebuch.
Auch die Teilnehmenden, die den Gottesdienst per YouTube verfolgten, konnten ihre Gedanken digital mit uns teilen.
Im Verlauf des Gottesdienstes wurde deutlich, dass Dankbarkeit eine gute und stärkende Haltung ist – auch wenn es Lebenssituationen gibt, in denen es fast unmöglich scheint, dankbar zu sein. Mit der Zeit kann jedoch selbst in schwierigen Momenten Dankbarkeit entstehen: für Tragkraft, für die spürbare Nähe Gottes in Belastungen und für die Unterstützung durch Familie, Freunde und die Gemeinde.
Priester Link, der durch den Gottesdienst führte, erzählte von einem jungen Priester, der sich selbst vor eine besondere Herausforderung gestellt hatte: Eine Woche lang Gott für alles zu danken. Ein inspirierender Gedanke – und gar nicht so leicht umzusetzen.
Nach dem Gottesdienst klang der Sonntagvormittag bei Kürbis- und Kartoffelsuppe in gemütlicher Runde aus. In der Küche und an den Tischen entstanden – fast wie bei einem großen Familientreffen – viele gute Gespräche.
Dieser Gottesdienst hinterließ eine zentrale Frage:
Wie kann man Dankbarkeit nach und nach bewusster in den Alltag einbauen?
Eine Möglichkeit ist das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs. So wie sich die Pinnwand während des Gottesdienstes immer weiter füllte, könnte man auch zu Hause jeden Tag drei Dinge notieren, für die man dankbar ist – eine einfache Übung mit großer Wirkung.
Neuapostolische Kirche