Verbindungen mit Auswirkungen

Wenn wir etwas Vertrautes erleben, dann löst das oft etwas Schönes in uns aus. Wir freuen uns, kommen innerlich zur Ruhe und fühlen uns wohl.

Das kann ein vertrauter Ort sein, an dem wir Platz nehmen. Ein bekanntes Wort, das wir hören. Oder ein Lied, das wir schon lange kennen.
Und plötzlich ist da dieses leise Gefühl: Ja – es passt. Ich bin da. Und es ist gut.

Ein solches Empfinden konnte am Sonntag, den 19. April, entstehen im Gottesdienst, den Apostel Uli Falk mit uns feierte. Das Bibelwort aus Johannes 15, ein Teil aus Vers 5, ist vielen Geschwistern vor Ort und auch den durch die Technik Verbundenen gut vertraut:
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“

Vielleicht ging es auch den Zuhörern ähnlich, als der Chor zu Beginn das bekannte Lied „Gott ist die Liebe“ sang:„Willkommen, mein Kind – ich habe dich lieb.“
Das sind Worte, die berühren und ein Gefühl von Nähe entstehen lassen.

Im vorgelesenen Bibelwort beschreibt Jesus eine klare und zugleich tröstliche Wahrheit:
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“
Apostel Falk machte in seiner Wortverkündigung deutlich, dass es um diese lebendige Verbindung zwischen Jesus Christus und jedem Einzelnen geht.
Denn wo Verbindung entsteht, bleibt sie nicht ohne Wirkung.
Sie bewegt etwas in uns. Sie kann verändern. Und sie bringt Frucht hervor – so wie der Weinstock die Reben wachsen lässt.

Das Bibelwort geht jedoch noch einen Schritt weiter und stellt uns vor eine Herausforderung:
„Ohne mich könnt ihr nichts tun.“
Diese Worte lassen vielleicht zunächst innehalten.
Denn wir gestalten doch unser Leben, treffen Entscheidungen und handeln eigenverantwortlich. Wie passt das zusammen?

Apostel Falk machte deutlich: Es geht nicht zuerst darum, was wir leisten oder darstellen.
Es geht darum, welche Früchte aus der Verbindung zu Jesus Christus in uns wachsen.
Und wir kennen solche Momente aus unserem Alltag:
Wenn wir selbst unruhig oder ungeduldig sind – und uns plötzlich jemand mit Ruhe und echter Geduld begegnet. Das tut einfach gut und berührt uns innerlich.

In jeder Verbindung kann es auch zu Spannungen kommen. Sie ist nicht immer gleich stark oder selbstverständlich. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um? Ziehen wir uns zurück – oder suchen wir neu die Nähe?

Jesus lädt ein: „Kommt her zu mir … ich will euch erquicken.“
Er drängt nicht. Aber er steht bereit.
Jeder Gottesdienst, jedes Gebet, jede Begegnung kann ein neuer Anfang sein.
Eine neue Möglichkeit, diese Verbindung zu spüren und zu stärken.
Und aus dieser Verbindung kann Neues wachsen – ganz leise, ganz natürlich.
Nicht aus eigener Anstrengung, sondern als Geschenk.         

Nach dem Gottesdienst war die Gemeinde dazu eingeladen, noch zusammen zu bleiben.
Es gab zunächst ein gemeinsam zubereitetes Essen aus unserer großen Pfanne.
Dann konnten die Geschwister sich zu verschiedenen Gruppen zusammenfinden, in denen zum Thema „Alstertal hier und jetzt“ Meinungen und Stichpunkte gesammelt werden konnten. Dazu hatte es schon einen Vorlauf gegeben mit Zetteln an Pinnwänden und an einem Padlet im Netz. So konnte ein breites „Situationsgemälde“ entstehen, an dem zukünftig noch zusammen weiter erarbeitet werden soll, was für Alstertal gut ist, was fehlt und was Geschwister sich wünschen. Das ist hier ein Prozess, dem wir uns schon geübt immer wieder neu widmen: miteinander reden über die Gestaltung von Gemeinde.